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23.10.2016

Vermieterbescheinigung wird Pflicht

Vermieter sind ab dem 1.11.2015 wieder verpflichtet, eine Vermieterbescheinigung beim Einwohnermeldeamt abzugeben. Hier muss die Ab- oder Anmeldung eines Mieters angegeben werden. Wird die Vermieterbescheinigung gar nicht oder falsch ausgestellt, kann ein Bußgeld von bis zu 1000 Euro erhoben werden. Zieht ein angeblicher Mieter nicht in die angegebene Wohnung ein, kann eine Geldbuße bis zu 50000 Euro erhoben werden. Allerdings hat der Vermieter auch das Recht, bei der Meldebehörde nachzufragen, ob sich der Mieter tatsächlich an- oder umgemeldet hat. Scheinanmeldungen sollen so unterbunden werden.

 

 

Was die Vermieterbescheinigung enthalten soll

- Name, Vorname und Anschrift des Vermieters

- die Art des meldepflichtigen Vorgangs mit dem Einzugs- oder Auszugsdatum

- die Anschrift der Wohnung

- die Namen der meldepflichtigen Personen.

 

Neben dem Auskunftsanspruch des Vermieters ist es möglich, dass der Vermieter der Meldebehörde mitteilen muss, welcher Mieter bei ihm zur Zeit wohnt oder aber gewohnt hat. Seit dem 1.11.2015 ist der Vermieter verpflichtet, die Vermieterbescheinigung abzugeben. Eine Vorlage oder ein Muster für die Vermieterbescheinigung kann aus dem Internet herunter geladen werden. Die Vermieterbescheinigung muss vom Vermieter oder einer von ihm beauftragten Person ausgefüllt und der Meldebehörde vorgelegt werden. 

 

Keine Tricks mehr beim Anmelden möglich

Kleine Tricks wie beispielsweise ein Anspruch auf einen Kita-Platz oder ein beliebtes Nummernschild für das Auto zu erhalten, ist mit der Vermieterbescheinigung nicht mehr möglich. Denn ab dem 1.11.2015 ist eine Meldung nur möglich, wenn ein Mieter tatsächlich in der gemeldeten Wohnung lebt. Die Vermieterbescheinigung muss innerhalb von zwei Wochen nach dem Ein- oder Auszug des Mieters erfolgen. Auch der Mieter kann sich beim Meldeamt melden, wenn er keine Bestätigung von der Meldebehörde erhalten hat, die aussagt, dass der Vermieter seiner Pflicht nachgekommen ist. Verstreicht die Frist, kann ein Bußgeld gegen den Vermieter festgesetzt werden.

 

Unerlaubte Mieter in der Wohnung?

Unerlaubte Untermieter in der Wohnung der Mieter können jetzt schneller aufgespürt werden, denn der Auskunftsanspruch bei der Meldebhörde erlaubt es, dass Eigentümer von Wohnungen kostenlos beim Meldeamt nachfragen können, welche Personen in der jeweiligen Wohnung gemeldet sind. Eine unerlaubte Untervermietung kann dank der Vermieterbescheinigung so schneller geahndet werden und dem Mieter kann zudem wegen diesem Verstoß sogar das Mietverhältnis gekündigt werden. Bei einigen Meldeämtern ist es möglich, eine elektronische Vermieterbescheinigung auszufüllen.